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Pädagogisches Konzept

Die Sozialpädagogische Pflegefamilie ist eine Ersatzfamilie für die aufgenommenen Kinder.  Zusammen spielen, lachen, basteln tolle Sachen erleben, Ausflüge machen , Geschichten erzählen, Feste feiern, spazieren, die Natur entdecken, Kontakte pflegen, ihnen zuhören, zusammen essen und sie ernst nehmen ist uns ebenso wichtig wie Erziehung, Lob, ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen, klare Strukturen zu geben, Vertrauen aufbauen und wenn nötig – zum Beispiel bei ADHS-Betroffenen – neues Verhalten einzutrainieren.  

Wir feiern christliche Rituale, wie Weihnachten, Ostern und das Tischgebet, ist aber für die Kinder nicht zwingend. Uns ist es wichtig, den Kindern ein liebevolles, stabiles Zuhause zu geben. Jedes Kind soll sich geliebt und angenommen fühlen. Da wo Verletzungen geschehen sind, ist in einer gut funktionierenden, stabilen Familie mit gesundem Klima Heilung möglich. Das Vertrauen der Kinder in Erwachsene und in sich selbst kann wieder aufgebaut werden. Wir praktizieren auch ein offenes Gesprächs- und Erziehungsklima.

Dem Zusammenleben mit Tieren messen wir einen hohen pädagogischen Stellenwert bei. Kinder, die eine schlechte Beziehung erlebt haben, bekommen durch den Umgang mit uns und mit den Tieren wieder ein neues Selbstbewusstsein. Übernahme von Verantwortung bei der Pflege, streicheln oder kuscheln sind, besonders für beziehungsgeschädigte Kinder, eine Möglichkeit Beziehungsaufbau zu lernen. Mit uns leben 2 Hunde und 4 Katzen. Draussen haben wir eine Kaninchen- und Wellensittichzucht. Es ist selbstverständlich, dass wir uns für die Kinder viel Zeit nehmen. Wir arbeiten erlebnisorientiert, beziehen die Kinder in Entscheidungen ein, trauen ihnen etwas zu, geben viel Lob und bei besonderen Leistungen auch Belohnungen. Die Kinder sollen Freude haben am Lernen, Entdecken und überhaupt am Leben.

Wir bieten den Kindern: 

  • Förderplanung einsetzen und Ressourcen mobilisieren

  • ihre Konflikte lösen und Versöhnung mit sich und der Umwelt herbeiführen 

  • ihnen neue Perspektiven erweitern und Selbstbewusstsein fördern 

  • ihnen Ermutigungen für den Alltag geben

  • Geregelte Tagesstruktur kennenlernen und einüben

  • Erziehung zur Selbständigkeit, zur Mit- und Eigenverantwortung

  • Förderung der Leistungsbereitschaft, Selbstreflexion, und Konfliktfähigkeit

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie

  • Eigene Identität finden und sich selbst entdecken

  • Begleitung und Unterstützung in Schule und Ausbildung

  • Berufsfindung in Zusammenarbeit mit Eltern, Versorger und Fachstellen

  • Sinnvolle und fördernde Freizeitgestaltung, Ausflüge, Ferien

  • Lernen die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen

  • Integration ins Dorfleben, Aufbauen und pflegen von Freundschaften

Jedes Kind ist einzigartig. Wir respektieren die Kinder so wie sie sind, gehen soweit wie möglich auf ihre Bedürfnisse ein und bereiten sie auf einen selbständigen und gesunden Lebensstil vor. Obwohl wir Kinder gerne haben, besitzen wir die nötige Distanz um sie jederzeit wieder loslassen zu können. Da wir eine sehr kleine Pflegefamilie bleiben werden, sind auch die Bezugspersonen immer konstant und wechseln nicht von Tag zu Tag.

Betriebskonzept

Da wir eine sehr kleine sozialpädagogische Pflegefamilie aufbauen, werden auch die Betriebsstrukturen schlank sein. Rechtlich und betriebswirtschaftlich sind wir eine Einzelfirma. Ein wichtiger Bestandteil neben der Betreuung der Pflegekinder ist die Zusammenarbeit mit den Versorgern, der Ursprungsfamilie, Lehrern und eventuellen Therapeuten, mit welchen wir regelmässige Standort- und Zielgespräche führen wollen.

Personal

Sandra Morena, KV-Angestellte, ADHS-Coach, Lebens- und Ernährungsberaterin

Nunzio Morena, diplomierter Sozialpädagoge ICP, Tierpfleger, Therapiehundeführer

Qualitätssicherung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Eltern, Versorgern, Lehrern, Therapeuten usw. ist uns ebenso wichtig, wie fachliche Fort-/Weiterbildung und Supervision. Monatlich besuchen wir unseren Fachberater. Es besteht auch die Möglichkeit zum Besuch einer Supervision beim Pflegeeltern-Verein Thurgau, dem wir angeschlossen sind.

Gemäss geltendem Recht ist die Vormundschaftsbehörde für die Bewilligung zur Aufnahme von bis zu vier Pflegekindern sowie die Aufsicht über solche Pflegverhältnisse zuständig. Eine mündliche Bewilligung für den Platz bei uns ist bereits vorhanden.